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Soll man als Selbständiger eine Arbeitslosenversicherung eingehen?

Mit 01.01.2009 ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige in Kraft getreten. Personen, die erst nach dem 01.01.2009 ihr Unternehmen beginnen, können innerhalb von 6 Monaten in die Arbeitslosenversicherung eintreten. Selbständige, die bereits seit 2008 und früher ein Unternehmen betreiben, können bis zum 31.12.2009 einen Beitritt zur Arbeitslosenversicherung schriftlich erklären und sind daran 8 Jahre gebunden, längstens aber bis zur Einstellung der selbständigen Tätigkeit. Der Arbeitslosenversicherungsbeitrag beträgt 6%, ist zur Gänze vom Unternehmer zu tragen, die Bemessungsgrundlage für die Beiträge kann entweder mit ¼, ½ oder ¾ der Höchstbemessungsgrundlage nach dem GSVG frei gewählt werden.


War ein Unternehmer vor dem Beginn der selbständigen Tätigkeit bereits durch 5 Jahre hindurch als Dienstnehmer arbeitslosenversichert, kann er auch künftig bei Beendigung seiner selbständigen Tätigkeit Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen, wenn er nicht seinen diesbezüglichen Anspruch durch Arbeitslosengeldbezug in der Vergangenheit bereits verwirkt hat. Einen Beitritt zur Arbeitslosenversicherung als Selbständiger sollte man daher nur dann in Erwägung ziehen, wenn man vor seiner Tätigkeit als Selbständiger entweder weniger als 5 Jahre lang arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt war oder wenn man bereits 5 Jahre Arbeitslosenbeiträge bei geringer Bemessungsgrundlage entrichtet hat und sich für den Fall der Arbeitslosigkeit einen höheren Anspruch auf Arbeitslosengeld sichern möchte.