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Steuerservice Steuertipps

Der eurodata-Effekt

In der folgenden PDF-Datei finden Sie einen Zeitungsartikel über "Der eurodata-Effekt"

Der eurodata-Effekt.pdf
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Auswärtige Berufsausbildung von Kindern

In der folgenden pfd-Datei finden Sie Informationen über die auswärtige Berufsausbildung von Kindern:

20101104120355953.pdf
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Kann ein geringfügig Beschäftigter, der nur einen Tag pro Woche arbeitet, auch das große Pendlerpauschale beanspruchen?

Nach Meinung der Finanzverwaltung steht das große Pendlerpauschale bei Vorliegen aller anderen Voraussetzungen nicht zu, da der jeweilige Arbeitsweg an mindestens 11 Tagen pro Woche zurückgelegt werden müsse. Diese Rechtsmeinung stützt sich darauf, dass, bezogen auf den Lohnzahlungszeitraum, überwiegend gependelt werden müsse und bei einer Durchschnittsbetrachtung von 20 Arbeitstagen eben an mehr als 10 Tagen die Strecke Wohnung - Arbeitsstätte - Wohnung zurückgelegt werden muss.

Bei einer 1-Tage Arbeitswoche wird aber im Lohnzahlungszeitraum - bezogen auf die Arbeitstage - ebenfalls überwiegend gependelt, wenn im Monat wenigstens an ca. 3 Tagen der Arbeitsweg zurückgelegt wird.

Der UFS Wien hat zu dieser Frage daher kürzlich entschieden, dass auch bei eben einer 1-Tages-Woche im Lohnzahlungszeitraum überwiegend gependelt wird, wenn an mindestens 3 von 4-5 Arbeitstagen die Strecke tatsächlich zurückgelegt wird. Somit steht nach dem UFS Wien grundsätzlich für regelmäßig an den Arbeitstagen unternommene Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte das große Pendlerpauschale auch bei einem geringfügigen Arbeitsverhältnis zu. Bei nur einem Arbeitstag pro Woche ist allerdings das gebührende Pauschale auf Basis der Arbeitstage zu aliquotieren, es wäre daher nur 1/5 des Pendlerpauschales zu berücksichtigen.

Es gilt jedoch noch anzumerken, dass durch die Finanzverwaltung Amtsbeschwerde beim VwGH eingebracht wurde und diesbezüglich daher noch Rechtsunsicherheit bis zur VwGH-Entscheidung besteht.


Artikel stand am 31.08.2010 in den OÖNachrichten - Wirtschaft Geld

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Die Pflichten des Geschäftsführers in Krisenzeiten

Die derzeitige Finanz– und Wirtschaftskrise ist tagtäglich in den Medien präsent. Die Auswirkungen sind mittlerweile auch in zahlreichen heimischen Betrieben spürbar, wodurch in manchen Fällen auch ein frühzeitiges Krisenmanagement notwendig wird. Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften haben diesbezüglich besondere Verpflichtungen aufgrund des GmbH-Gesetzes und des Aktiengesetzes, um nicht gegenüber den Gesellschaftern oder Gläubigern haftbar zu werden.

GmbH-Geschäftsführer sind nach den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes verpflichtet, mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes die Geschäfte der GmbH zu führen. Dazu gehört insbesondere ein den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Rechnungswesen und ein Kontrollsystem zur Früherkennung von Fehlentwicklungen. Ein Geschäftsführer sollte eine Jahresplanung erstellen und sich durch laufende Soll-Ist Vergleiche von der Einhaltung der Planzahlen überzeugen. Auch eine Finanzplanung mit Liquiditätsvorschauen gehört zu einer pflichtbewussten Unternehmensführung.

Es ist gerade in Zeiten eines wirtschaftlich schwierigen Umfeldes für den Geschäftsführer wichtig, ein aktuelles Zahlenmaterial zur Verfügung zu haben, um negativen Entwicklungen zeitgerecht entgegensteuern zu können. Entwickelt sich ein Unternehmen negativ und ist bereits die Hälfte des Stammkapitals mit Verlusten aufgebraucht, so sind Geschäftsführer verpflichtet, eine Generalversammlung einzuberufen und die Gesellschafter davon in Kenntnis zu setzen. Den Gesellschaftern wird somit die Gelegenheit gegeben, die weitere Geschäftspolitik festzulegen. Selbstverständlich kann der Geschäftsführer bereits im Vorfeld der Generalversammlung Empfehlungen zu Sanierungsmaßnahmen vorschlagen. Ist das Unternehmen buchmäßig überschuldet oder bereits zahlungsunfähig, so hat der Geschäftsführer innerhalb einer 60-Tagesfrist zu entscheiden, ob eine positive Fortführungsprognose für das Unternehmen gestellt und die Zahlungsunfähigkeit beseitigt werden kann. Gelingt dies dem Geschäftsführer nicht, so hat er ohne Verzögerung einen Insolvenzantrag beim zuständigen Gericht zu stellen, will er selbst nicht wegen verzögerter Konkursanmeldung eine persönliche Haftung riskieren. Treten bei einem Geschäftsführer Zweifel in Haftungsfragen auf, so sollte er unverzüglich einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen, um das persönliche Haftungsrisiko im Einzelfall umfassend zu erörtern.

 

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Totenmahl im Rahmen eines einfachen Begräbnisses abzugsfähig

War es bisher einhellige Rechtsmeinung, dass im Rahmen von Begräbniskosten die Kosten des Todesmahles keinesfalls angesetzt werden können, so hat nunmehr der UFS Wien in einer Entscheidung ausgeführt, dass im Rahmen der Kosten für ein einfaches ortsübliches Begräbnis, das nicht im Nachlass gedeckt ist, auch die Kosten des Totenmahles steuermindernd angesetzt werden können. Dies wurde damit begründet, dass die Gestaltung eines Begräbnisses zu den höchstpersönlichen Angelegenheiten des Kostenträgers gehört und daher Zweckmäßigkeit und Angemessenheit einzelner Aufwendungen im Rahmen eines einfachen, ortsüblichen Begräbnisses nicht zu prüfen sind, solange insgesamt der Gesamtrahmen von € 6.000,- nicht überschritten wird. Nach den Lohnsteuerrichtlinien 2002 sollen die Kosten eines würdigen Begräbnisses sowie eines einfachen Grabmals sich bundeseinheitlich auf höchstens je € 3.000,- belaufen. Nach Ansicht des UFS ist jedoch pauschal davon auszugehen, dass im Umfang eines Betrages aller im Rahmen einer einfachen Bestattung anfallenden ortsüblichen Aufwendungen von € 6.000,- ein einfachen Begräbnis vorliegt. Auch bei höheren Kosten könnte Zwangsläufigkeit vorliegen, wenn besondere Umstände – etwa ungewöhnlich hohe Überführungskosten – nachgewiesen werden können.
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Versicherungszeiten nachkaufen

Für bestimmte Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten können Versicherungsmonate nachgekauft werden. Die Beiträge sind steuerlich voll absetzbar.

Für eine mittlere Schule (zB: Fachschule, Handelsschule) können bis zu 24 Monate, für eine höhere Schule (zB: Gym., HTL, HAK) bis zu 36 Monate und für eine Hochschule oder Uni insgesamt 72 Monate nachgekauft werden. Ob es sich lohnt berechnen die Experten der Pensionsversicherungsanstalt vorab.

Die Beiträge für den Nachkauf sind in voller Höhe als Sonderausgaben absetzbar. Dafür ist jedoch die Pension später steuerpflichtig. Der Nachkauf kann daher aus steuerlicher Sicht für Besserverdiener vorteilhaft sein, da der Steuervorteil heute lukriert wird und der Durch-schnittssteuersatz in der Pension meist niedriger als in der Aktivzeit ist. Einmalbeträge kön-nen auch auf Antrag über 10 Jahre verteilt abgesetzt werden. Wer für einen Nachkauf Interesse zeigt, kann einen unverbindlichen Antrag auf Erfassung der Versicherungszeiten bei der PVA stellen. Kreuzt man in diesem Formular das Kästchen „Interesse Nachkauf“ auf Seite 5 an, erhält man ein unverbindliches Angebot mit einer Vergleichsrechnung.

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Soll man als Selbständiger eine Arbeitslosenversicherung eingehen?

Mit 01.01.2009 ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige in Kraft getreten. Personen, die erst nach dem 01.01.2009 ihr Unternehmen beginnen, können innerhalb von 6 Monaten in die Arbeitslosenversicherung eintreten. Selbständige, die bereits seit 2008 und früher ein Unternehmen betreiben, können bis zum 31.12.2009 einen Beitritt zur Arbeitslosenversicherung schriftlich erklären und sind daran 8 Jahre gebunden, längstens aber bis zur Einstellung der selbständigen Tätigkeit. Der Arbeitslosenversicherungsbeitrag beträgt 6%, ist zur Gänze vom Unternehmer zu tragen, die Bemessungsgrundlage für die Beiträge kann entweder mit ¼, ½ oder ¾ der Höchstbemessungsgrundlage nach dem GSVG frei gewählt werden.


War ein Unternehmer vor dem Beginn der selbständigen Tätigkeit bereits durch 5 Jahre hindurch als Dienstnehmer arbeitslosenversichert, kann er auch künftig bei Beendigung seiner selbständigen Tätigkeit Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen, wenn er nicht seinen diesbezüglichen Anspruch durch Arbeitslosengeldbezug in der Vergangenheit bereits verwirkt hat. Einen Beitritt zur Arbeitslosenversicherung als Selbständiger sollte man daher nur dann in Erwägung ziehen, wenn man vor seiner Tätigkeit als Selbständiger entweder weniger als 5 Jahre lang arbeitslosenversicherungspflichtig beschäftigt war oder wenn man bereits 5 Jahre Arbeitslosenbeiträge bei geringer Bemessungsgrundlage entrichtet hat und sich für den Fall der Arbeitslosigkeit einen höheren Anspruch auf Arbeitslosengeld sichern möchte.
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